Wir sind dann mal weg!!!

Am Sonntag, 08.August 2010 trafen sich die vier Spieler aus der Jugend, Tim, Dominik, Tobias und Nicole mit Trainer Rainer an der Sporthalle in Polsum, um sich von da aus auf den Weg zur ersten gemeinsamen Tischtennisfreizeit in Grenzau zu machen. Nachdem wir alle Gepäckstücke im Auto verstaut hatten, traten wir den Weg Richtung Grenzau (Nähe Koblenz) an, wo wir gut zwei Stunden später ankamen.
Nach dem Einchecken und dem Beziehen unserer Zimmer im Hotel, starteten wir einen Rundgang über das Gelände. Die Tischtennisschule bot viele Freizeitangebote, vom Bowlen über Kegeln zum Minigolfen. Ebenso war auch ein Fitnesscenter, ein Schwimmbad mit Sauna etc. vorhanden, die wir zu günstigen Preisen nutzen konnten.
Um 18 Uhr startete unser Tischtennislehrgang mit einer Besprechung. Hierzu versammelten sich 105 Teilnehmer in der Halle, um die Gruppeneinteilung vorzunehmen. Wir entschieden uns für die zweite von drei Gruppen. Dies bedeutete für uns: 9:30 Uhr-11.00 Uhr erste Trainingseinheit und die zweite von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr.
Einer unserer Trainer, Sebastian, teilte uns mit, dass die „gute Seele“ und somit auch der Hauptkoordinator der Tischtennisschule(gleichzeitig Trainer der Bundesligamannschaft) in Grenzau, Anton Stefko, erkrankt sei und voraussichtlich in der kommenden Woche nicht mehr dabei sein wird.
Da die Halle für Besucher der Tischtennisschule immer frei zur Verfügung stand, machten die Spieler vom SuS Polsum gleich am ersten Abend noch eine individuelle Trainingseinheit ehe es zum Essen ging. Das große Buffet ließ keinerlei Wünsche offen. Unseren ersten Abend ließen wir noch gemeinsam beim Bowlen ausklingen.
Am Montag begann unser Tag früh:7:30 Uhr klingelten die Wecker und um kurz nach acht saßen alle mehr oder weniger munter am Frühstückstisch. Um 9.30 hieß es dann wieder volle Konzentration auf den kleinen weißen Ball, denn die erste von zehn offiziellen Trainingseinheiten stand auf dem Programm.
Nach langer Aufwärm-und Dehnungsphase zeigten uns die Trainer Sebastian und Bundesligaspieler Wang einige Übungen, die wir spielen sollten und demonstrierten dabei eindrucksvoll ihr Können.
Nach dem anschließendem Mittagessen (natürlich wieder in Buffetform) baten die Trainer auch fast schon wieder zur zweiten Trainingseinheit.
Rund 60 Minuten intensivierten wir die Übungen vom Vormittag und übten neue Spielzüge, bei denen viel Beinarbeit und Reaktionsvermögen notwendig waren, ehe es „freies Spielen“ hieß.
Nach dem Training entspannten wir uns noch im Schwimmbad und zeigten danach mit einigen Anfangsschwierigkeiten unser Können beim Kegeln in der gegenüberliegenden Kneipe „Manni’s Landhausschenke. “
Mit vollem Magen am nächsten Morgen gingen wir in die Halle. Der erfolgreiche Bundesligaspieler Wang machte mit insgesamt sechs Trainingsteilnehmern Balleimertraining. Mit dabei war unser Trainer Rainer Ratajczak. Wir Jugendspieler konnten uns ein Grinsen nicht verkneifen, als wir die Spieler schon nach wenigen Minuten schwitzen sahen.
Doch auch uns sollte das Lachen vergehen. Am Nachmittag meldeten auch wir uns zum Balleimertraining unter der Leitung von Trainer Christian Kantner. Gnadenlos spielte er die Bälle mit zunehmender Geschwindigkeit und forderte die ganze Palette: Rückhand, Vorhand Mitte, Rückhand, Rückhand umlaufen, lange Vorhand. Mit großem Spaß und viel Engagement beendeten wir unseren zweiten Trainingstag. Dachten wir zumindest. Nach dem Abendessen hatten wir noch zu viel Energie und ließen den Tag mit dem bekannten Spiel „Rundlauf“ ausklingen.
Spätesten am Mittwochmorgen waren wir alle mit unseren Muskeln per Du. Doch auch dieser Trainingstag verlangte wieder volle Kraft und Konzentration. Die Übungen, die uns unsere Trainer immer mit viel Spaß und Engagement zeigten, wurden anspruchsvoller. Doch selbst wir merkten, dass wir von Trainingseinheit zu Trainingseinheit besser und sicherer wurden.
Am Abend war „Smalltalk“ mit Bundesligaspielern angesagt. Am Anfang ratlos, wer denn nun der junge Mann, der den Smalltalk hielt, sein soll, klärte er uns auf: Er heiße Dennis Müller und spiele in der zweiten Mannschaft in Grenzau, die in der zweiten Bundesliga antritt.
Er stand allen Fragen offen gegenüber und beantwortete sie gerne und mit viel Spaß. Auf die Frage, ob er nicht in Polsum spielen wolle, fragte er sympathisch mit einem Grinsen: „Wie viel zahlt ihr denn?“.
Natürlich wollten wir uns die Premiere vom Kinofilm A-Team nicht entgehen lassen und konnten so auch noch Koblenz etwas kennen lernen.
Donnerstagmorgen hatten Tim, Dominik und Nicole ein Einzeltraining bei Sven, der für den Tischtennis-Megastore, der sich in der Halle befand, verantwortlich war, gebucht. Jedoch wurde uns mitgeteilt, dass sich dieser am Abend vorher verletzte.
Dafür zeigte uns Pierre Burger, der in der vergangenen Saison in der Oberliga zum Einsatz kam, rund zwei Stunden später beim Balleimertraining erneut unsere Grenzen auf. Die Spieler der zweiten Mannschaft konnten sich das Lachen nicht verkneifen, als wir eine Übung spielen mussten, die uns alles abverlangte.
Am Nachmittag fand das große Abschlussturnier statt. Jedoch mussten wir Jugendspieler uns nach dem ersten Spiel geschlagen geben. Rainer schaffte es bis ins Viertelfinale, scheiterte jedoch an dem ihm überlegenen Belgier, der in seinem Land in der „1.Liga“ spielt.
Nach dem Frühstück am Freitag (13.08.) ging es ein letztes Mal in die Halle. Unsere Trainer überreichten uns Teilnehmer T-Shirts und eine Urkunde, ehe sie zum Foto für’s Internet baten.
Gegen 10 Uhr verließen wir die Tischtennisschule und wir alle waren uns einig: Das war mit Sicherheit nicht unser letztes Trainingslager hier. Wir kommen bald wieder!!
Nun hoffen wir, dass sich das intensive Training mit vielen Tipps von erfahrenen Trainern auszahlt und wir das ein oder andere Meisterschaftsspiel in der ersten Kreisklasse für uns entscheiden können. Als noch näher zusammengerücktes Team gehen wir zuversichtlich in die neue Saison.
Hoffentlich hat euch der ausführliche Bericht nicht zu sehr gelangweilt. Aber vielleicht haben wir damit das Interesse des Einen oder Anderen geweckt, sodass wir nächstes Mal mit einer größeren Truppe den Weg nach Grenzau antreten können.